Ahnenforschung: Mein erster Archivbesuch

Ich habe in den letzten Jahren viele Akten angeschaut: Funde im Familienbesitz, Kirchenbuch-Scans bei Archion, gescannte brasilianische Einwanderungs-Akten und verfilmte Standesamts-Unterlagen. Aber vor drei Wochen war ich tatsächlich das erste Mal in einem Stadtarchiv, und zwar in Greifswald. Bonn wäre naheliegender gewesen, aber über den Bonner Teil der Familie meiner Frau weiß ich noch gar nicht so viel. Und in einem physischen Archiv mit physischem Archivgut ist es wichtig zu … Weiterlesen

Ahnenforschung: Unterschiede Standesamt und Kirchenbücher

Heute möchte ich kurz etwas zum Unterschied zwischen Standesamts-Unterlagen und Kirchenbüchern aufschreiben. Wer sich schon ein klein wenig damit beschäftigt hat, weiß ja sicher, dass 1876 die magische Grenze ist, ab der reichsweit die Standesämter eingeführt wurden. Ab da hat man immer zwei mögliche Quellen, um die wichtigen Ereignisse im Leben der Vorfahren zu belegen, kirchliche und staatliche. In einigen Gegenden gab es auch davor schon staatliche Register, z.B. unter … Weiterlesen

Ahnenforschung: Statusübersicht

In den letzten Monaten habe ich wieder aktiv am Stammbaum gearbeitet, bin dabei aber ziemlich von einem Zweig des Stammbaums zum anderen gesprungen. Die Vorfahren verzweigen ja sehr schnell in viele Linien, wenn man auch nur wenige Generationen zurückgeht. Ich meine, wir reden hier von 1850 bis 1950, nicht übers Mittelalter. Als ich damit angefangen habe, habe ich hauptsächlich Abschriften aus Kirchenbüchern und von Standesämtern ausgestellte Urkunden als Quellen gehabt … Weiterlesen

Ahnenforschung: Umbenannte Straßen

Vor fast zwei Jahren hatte ich ja schon mal etwas zu diversen Fallstricken rund um alte Adressen bei der Ahnenforschung geschrieben. Dazu kann ich heute noch einen aktuelle Anekdote nachtragen. Der Gedanke ist ja naheliegend: Man findet in den Unterlagen eine konkrete Adresse für ein Ereignis und will mal schauen, wie es da heute aussieht. Wenn man dabei nicht auf die Details achtet, kriegt man schnell einen falschen Eindruck. … Weiterlesen

Ahnenforschung: Zu spät gekommen

Ahnenforschung ist kein Hobby für drei Tage. Ein Jahr nachdem es mich so richtig gepackt hat sitze ich immer noch hier und sortiere Dokumente und Fotos. Heute wollte ich kurz über einen bestimmten Aspekt schreiben, nämlich die Reihenfolge beim Vorgehen. Ich hatte ja schon erwähnt, dass es keinen besseren Zeitpunkt als genau jetzt gibt, um die Familienfotos zu beschriften und mit so vielen Verwandten wie möglich zu sprechen. Mir selber … Weiterlesen

Ahnenforschung: Geschichten aus dem Ersten Weltkrieg

Feldpostkarte

Zum Jahresanfang bin ich einige Wochen lang in der Zeit des Ersten Weltkriegs verloren gegangen. Schuld daran sind die Briefe meines Urgroßvaters Ludwig, die er 1916 und 1917 aus dem Krieg geschrieben hat. Mein Onkel hat sie 1993 aus der alten Kurrentschrift „übersetzt“ und als kleines Heft gedruckt. Dieses bekam ich ausgeborgt und habe es nun wieder digitalisiert. Dabei habe ich mich tatsächlich ein wenig in der Geschichte verloren, die … Weiterlesen

Ahnenforschung: Alternative Monatsnamen

Heute nur mal ein kleiner Beitrag um auf ein Detail hinzuweisen, von dem man mal gehört haben sollte. Unsere üblichen Monatsnamen gehen ja alle auf den römischen Kalender zurück. Daneben gab es aber auch alt-germanische Monatsnamen. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts gab es wohl Bestrebungen, daraus ein richtiges System von deutschen Monatsnamen zu machen. Allzu sehr verbreitet waren diese alternativen Monatsnamen vermutlich nicht, jedenfalls nicht in offiziellen … Weiterlesen

Ahnenforschung: Zeitungen und Totenzettel

Anleitungen wie man beim Start in die Familiengeschichte vorgeht gibt es so einige im Internet. Ich habe in früheren Beiträgen ja auch schon betont, wie wichtig es ist, genau JETZT damit anzufangen Fotos zu beschriften und Erinnerungen von lebenden Verwandten aufzuschreiben. Das kann man nicht früh genug machen. Aber irgendwann kommt dann der Punkt, wo man auch mal in die eigentliche „Forschung“ einsteigt. Ich habe mittlerweile relativ viel des vorliegenden … Weiterlesen

Ahnenforschung: Erschütternde Funde

Mein Bestreben bei der Familienforschung ist es immer auch, etwas mehr über die Menschen zu erfahren, die meine Vorfahren waren, und nicht bloß möglichst weit zurück Namen und Lebensdaten anzuhäufen. Man stößt dabei auf spannende Charaktere, ungewöhnliche Lebensläufe, interessante Querverbindungen zu ganz anderen Familienteilen. Aber manchmal stößt man auch auf Schicksale, die einen betroffen machen. Gerade habe ich noch Bilder der Familie meines Urgroßvaters sortiert und dabei einem elfjährigen Jungen … Weiterlesen

Ahnenforschung: Software und Quellenangaben

Letztens hatte ich etwas zum Sortieren der vielen Informationen und Fotos geschrieben und dazu, wie man dabei Ordnung hält. Der Betrag beschäftigte sich hauptsächlich damit, auf der Festplatte und im physischen Ordner eine vernünftige Sortierung nach Personen und Zeit hinzubekommen. Neue Dokumente lassen sich so schnell an der richtigen Stelle einpflegen und Fragen wie „Habe ich dieses Foto schon?“ kann man auch leicht beantworten. Davon abgesehen verwende ich GrampsWeiterlesen