Schreibblockade

Ich war ja noch nie ein wirklich aktiver Blogger, sondern habe eher immer in Schüben geschrieben. Aktuell ist es hier aber doch schon wieder länger ruhiger als mir lieb ist. Schuld daran ist, wie so oft, unter anderem der Job, der gerade relativ fordernd ist. Zudem wird das Leben mit unserer Kleinen immer spannender. Sie läuft, sie spricht, und da will ich natürlich auch Zeit mit ihr verbringen. Einer der Hauptgründe für die aktuelle Blog-Pause ist aber eine echte Schreibblockade. Ich habe mich x-mal davor gesetzt und dann doch wieder den Abend mit dem Lesen von Blogs und anderem spannenden Zeug im Netz verbracht anstatt mal selber etwas zu schreiben. Wenn ich dann mal etwas schreibe, fühle ich mich dabei ganz furchtbar eingerostet, ringe nach Worten, dass es schon nicht mehr schön ist.

Unter anderem habe ich das Gefühl, dass ich nicht genug auf Deutsch lese und viel zu viel auf Englisch. Wenn ich einen Gedanken formulieren will, kommen mir automatisch englische Begriffe, Redewendungen und Grammatik in den Sinn. Das deutsche Ergebnis klingt dann sehr holperig. Manchmal fühle ich mich dann wirklich so, als ob ich in beiden Sprachen kein Top-Ergebnis mehr liefern kann. Andererseits ist das hoffentlich wirklich nur die Auswirkung davon, dass ich aus der Übung bin was das Schreiben betrifft.

Gestern Nacht habe ich nun endlich mal wieder eine Rezension zustande gebracht. Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden, ob ich den Stapel Bücher, der zwecks Rezension seit Monaten auf meinem Schreibtisch liegt, nun noch bearbeiten oder das lieber vergessen soll. Wenn ich die Fortsetzung einer Buchreihe nicht lese, weil ich eigentlich zu Band 1 noch was schreiben wollte, wird das nach einigen Monaten jedenfalls etwas lächerlich bis ärgerlich. 😉

So viel also zur Erklärung der achtwöchigen Schreibpause. Ich hoffe, dass es hier jetzt wieder etwas regelmäßiger weitergeht. Irgendwann muss ich auch den Umzug der alten Beiträge wieder angehen, aber erst mal möchte ich eigentlich doch lieber etwas neuen Content verfassen anstatt mich nur mit den alten Texten zu beschäftigen. Wink mit dem Zaunpfahl: Auch kurze Kommentare vergrößern den Spaß am Schreiben. 😉

Veröffentlicht unter Blog | Verschlagwortet mit

2 Gedanken zu “Schreibblockade

  1. Zum Thema Schreibblockade kann ich dir nicht weiter helfen, da das bei mir eigentlich Dauerzustand ist. Aber ich habe festgestellt, dass es gerade bei Buchbewertungen/zukünftigen Rezensionen hilft, während des Lesens schon kurze Notizen anzulegen, also seine gerade aktuellen Meinungen und Stimmungen sofort niederzuschreiben. Mir helfen da meine Goodreads-Aktualisierungen enorm. Da ich sowieso mehr oder weniger täglich (wenn ich täglich lese) notiere, auf welcher Seite ich mich befinde, schreibe ich dann manchmal auch eine kurze Info dazu. Das kostet nur wenig Zeit. Und wenn ich nicht dazu komme, eine Rezension zu schreiben (also fast immer), sind zumindest diese Eindrücke vorhanden, was ja auch was wert ist.

    Auch so gibt es natürlich häufig Dinge, die man mitteilen will, wofür ein Blogeintrag aber zu umständlich und groß wäre. Deswegen betreibe ich ja recht viel an zielgruppenspezifischem Microblogging (Twitter+Facebook, Kommentare zu Filmen oder Büchern auf speziellen Plattformen). Schreibblockaden haben bei so kurzen Texten kaum eine Chance ;-). Es muss keine lange Rezension sein; eine kurze Info, dass dieses Buch oder jener Film empfehlenswert ist, würde für den Anfang reichen. Und wenn man dann im Schreiben drin ist, kommt es auch vor, dass man nicht mehr aufhören kann, und die Worte einfach so in die Tastatur fließen. So wie bei mir gerade. Das sollte einfach nur ein ganz kurzer Kommentar werden à la: Schreib mehr! Ich bekomme sonst kaum noch was von dir und deinem Leben mit. 😉

  2. Du triffst es schon ganz gut: Ich versuche oft, einen tollen, langen Eintrag zu schreiben, wofür mir aber die Ruhe fehlt. Twitter liegt mir nicht, denn die Beschränkung auf die Länge einer SMS ist dämlich. Sehe ich ja in Deinem Twitter-Stream auch alle paar Tage, schon bei Re-Tweets werden URLs abgeschnitten oder die Pointe fehlt eben mal am Ende… 😉

    Ich habe aber auch schon überlegt, kürzere Meldungen hier irgendwie zu integrieren. Bin noch nicht sicher, ob das über WordPress gehen sollte oder ob ich mir was Externes suche und das hier nur per Feed reinziehe.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte beachte die Kommentarregeln: 1) Kein Spam, und bitte höflich bleiben. 2) Ins Namensfeld gehört ein Name. Gerne ein Pseudonym, aber bitte keine Keywords. 3) Keine kommerziellen Links, außer es hat Bezug zum Beitrag. mehr Details...

So, noch mal kurz drüber schauen und dann nichts wie ab damit. Vielen Dank fürs Kommentieren! :-)