Secret Garden

Schreibübung für die Creative Writing Group, April 2008, Anmerkungen am Ende der Seite

My name is Michael John Everard and I have 19 hours, 21 minutes and 46 seconds before I will be murdered. Well no, not really. Just kidding. How would I know? Since I first set a foot on this soil, in this city, I have been more dead than alive anyway. At every corner, someone could ram a dagger into my back for no particular reason. Every passing guard could question me and discover that I am not Michael John Everard at all. But I had known what awaited me here, and I accepted the risk.

It was nearly the time of the evening prayers when the whole city freezes for a moment, everyone’s eyes on the citadel. I left the café I had been sitting at and slowly walked down the street. Towards the citadel the hill gently rose, and in this part of the city the streets grew smaller. My mission was important and dangerous, and the survival of the whole city could depend upon it. The street ended in a grocery shop right in front of me, but next to it there was a small passage, just wide enough for me to fit through. And beyond the dark passage lay a small garden, fenced by stone walls and a magnificent view over the city.

I casually walked into the garden, stopped to look over the city for a moment and then made my way to a bench at the back of the garden. In the shadow of a big tree I sat down, the last strokes of the sun on the ground before me. As I heard the bells of the citadel I felt beneath the bench. And felt, more to the right. There were some rests of duct tape but no book.

I didn’t look under the bench. I stood up and started to walk. The garden had two entries, but it didn’t really matter which one I took. I just walked on.

My name is Michael John Everard and I am as good as dead. I walked out of the garden and never looked back.

Anmerkungen

16. Apr 2008 | Wörter: 350

Dies ist meine zweite Geschichte, die bei der Cardiffer Creative Writing Group entstanden ist, und dieses Mal ist es eine tatsächliche Geschichte geworden. An dem Punkt waren wir in einen ruhigeren Raum umgezogen und ich hatte mich mit dem ganzen Konzept der spontanen Kreativität angefreundet. Die Aufgabe lautete diesmal, einen Anfangssatz und einen Endsatz auf je einen Zettel zu schreiben. Jeder zog sich dann einen Anfangssatz und einen Endsatz vom Stapel und sollte dazwischen eine Geschichte schreiben. Meine beiden Sätze waren: "My name is Michael John Everard and I have 19 hours, 21 minutes and 46 seconds before I will be murdered." Und: "He walked out of the garden and into the forest and never looked back." Die Zeit für diese Aufgabe betrug 20 Minuten.

Wie man sieht, haben mich diese Sätze durchaus inspiriert, und es überrascht mich immer noch, dass ich in der kurzen Zeit nicht nur einen Charakter und eine Geschichte kreiert, sondern sie auch gerade so zu Ende geschrieben habe. Und im Gegenteil zum letzten Monat war diese Geschichte nicht schon in meinem Hinterkopf vorhanden, sondern ist speziell aus den gegebenen Sätzen entstanden.

Wie man auch sieht, kommt es nicht darauf an, den Vorgaben sklavisch zu folgen. Den Anfangssatz habe ich z.B. zwar eingebaut, aber eigentlich ja gleich wieder negiert. Und der Endsatz passt eigentlich gar nicht dazu, da er zum einen in der dritten Person geschrieben ist und zum anderen einen Wald erwähnt, den ich in meiner Stadt gar nicht habe. Das fiel mir aber erst auf, als die Zeit schon um war und ich hektisch die letzten Sätze hinkritzelte. Oben habe ich den Endsatz deshalb ein wenig umformuliert, aber eigentlich wäre die Geschichte noch besser ohne den letzten Satz.

Diese Geschichte war auf jeden Fall der Punkt, wo mir die Writing Group wirklich anfing Spaß zu machen. Und sie hat immer noch am meisten Potential, demnächst in einer längeren Geschichte aufzugehen. Mal sehen...

Copyright-Hinweis

Diese Geschichte ist mein geistiges Eigentum. Ihr dürft sie gerne speichern, ausdrucken und weitergeben, solange immer mein Name und die Adresse dieser Webseite dabeistehen. Bitte veröffentlicht die Story jedoch nicht auf anderen Internet-Seiten oder in gedruckter Form ohne mein Einverständnis. Und es leuchtet sicher ein, dass ich keinen Spaß verstehe, wenn ihr die Geschichte als eure eigene ausgebt.

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So, noch mal kurz drüber schauen und dann nichts wie ab damit. Vielen Dank fürs Kommentieren! :-)