Filmkritik: Eternal Sunshine of the Spotless Mind

Plakat Eternal Sunshine of the Spotless MindReview zum Film „Eternal Sunshine of the Spotless Mind“ (dt. „Vergiss Mein Nicht“), USA, 2004

Regie: Michel Gondry, Schauspieler: Jim Carrey (Joel Barish), Kate Winslet (Clementine Kruczynski), Mark Ruffalo (Stan), Elijah Wood (Patrick), Tom Wilkinson (Dr. Howard Mierzwiak), Kirsten Dunst (Mary), Thomas Jay Ryan (Frank)

Inhalt

„You can erase someone from your mind. Getting them out of your heart is another story.“

Die Hauptcharaktere des Films sind der ruhige Joel und die etwas verrückte Clementine. Nach zwei Jahren haben sich die beiden auseinander gelebt, also verlässt Clementine Joel. Und nicht nur das, sie will ihre Beziehung sozusagen ungeschehen machen, indem sie sich von einem Arzt mittels einer revolutionären neuen Technik jede Erinnerung an ihn löschen lässt. Der verletzte Joel beschließt letztlich, das gleiche zu tun. Der Film schildert hauptsächlich die Nacht, in der diese Prozedur durchgeführt werden soll. Denn während bei den ‚Lösch-Technikern‘ Stan und Frank alles drunter und drüber geht, sieht der schlafende Joel seine Erinnerungen an Clementine an sich vorbeiziehen, während sie gelöscht werden. Und plötzlich ist er sich gar nicht mehr sicher, ob er sie wirklich vergessen will…

Bewertung

Als dieser Film ins Kino kam wurde viel geredet über Blockbuster wie „Van Helsing“, „Troja“ und „Harry Potter“. „Eternal Sunshine of the Spotless Mind“ wurde weniger beworben, hat mich aber mehr beeindruckt als die drei vorgenannten zusammen! Der ein oder andere wird den Namen Charlie Kaufman sicher kennen, von dem das Drehbuch ist, er hat u.a. „Being John Malkovich“ geschrieben. Das gibt einem schon mal einen Tip was für eine Art Film man zu erwarten hat.

Der Film verlangt etwas Mitdenken, denn die Geschichte von Joel und Clementine kommt in kleinen Häppchen und nicht chronologisch. Wir erleben Anfang und Ende ihrer Beziehung aus der Perspektive von Joels Erinnerung, doch langsam wandelt sich Joel von einem reinen Beobachter vergangener Ereignisse wieder zu einem Akteur, als er versucht, seine Erinnerungen an Clementine zu retten. Die Geschichte ist einfach unheimlich gut umgesetzt. Kameraführung, Effekte und die wunderbaren Schauspieler ergänzen sich perfekt. Und wer beim Namen Jim Carrey zurückschreckt: Im ganzen Film schneidet er vielleicht drei Grimassen, man bekommt wirklich das Gefühl, er wäre mittlerweile erwachsen geworden.

Promo-Plakat

Der Originaltitel „Eternal Sunshine of the Spotless Mind“ ist ein Zitat aus dem Gedicht „Eloisa to Abelard“ von Alexander Pope (Zeile 209). Das Gedicht erzählt die Geschichte einer unglücklich endenden Liebe und verweist dabei auf das Ideal des „unendlichen Sonnenscheins des unbefleckten Geistes“. Alles in allem also ein ziemlich passend gewählter Titel. Der deutsche Titel dagegen ist leider nur ein oberflächliches Wortspiel.

Fazit

„Eternal Sunshine of the Spotless Mind“ ist ein poetischer, verwirrender, romantischer, melancholischer Film über den Wert von Erinnerungen und die Kraft der Liebe, den ich nur empfehlen kann.

Weitere Infos

„Eternal Sunshine of the Spotless Mind“ bei IMDB.com

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1 thought on “Filmkritik: Eternal Sunshine of the Spotless Mind

  1. Ich finde den Film auch großartig. Einer der schönsten Liebesfilme, die ich kenne. Die Story ist sehr berührend und emotional ohne dabei kitschig zu sein. Auf jeden Fall sehr empfehlenswert.

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So, noch mal kurz drüber schauen und dann nichts wie ab damit. Vielen Dank fürs Kommentieren! :-)