Kinobesuche 2016

In diesem Beitrag fasse ich wie jedes Jahr meine Kinobesuche des Jahres 2016 kurz zusammen. 2015 war ja mit vier Filmen gar nicht so schlecht (für heutige Verhältnisse). 2016 sah zuerst katastrophal aus, hat sich dann ab Juli aber doch noch ganz gut entwickelt. Ein Highlight war der erste Kinobesuch mit meiner Tochter, dem noch so einige folgen sollten.

Mullewapp – Eine schöne Schweinerei

Gesehen: 24. Juli 2016, auf Deutsch, Kino: Woki Bonn, IMDB-Infos

MullewappIm Dörfchen Mullewapp leben die drei Freunde Waldemar, Johnny und Franz. Das Schwein, der Mäuserich und der Hahn haben es eigentlich recht gemütlich, bis das Wildschwein Horst von Borst auftaucht und die Freunde zu einer großen Abenteuerreise zwingt…

„Mullewapp“ ist kein Film, den ich mir normalerweise anschauen würde. Die Zielgruppe liegt bei 4 bis 8 Jahren, denke ich, und meiner Sechseinhalbjährigen wäre der Film heute vielleicht schon zu beschaulich. Die Buch- und Serienvorlage kannte ich nicht. Ausgewählt haben wir den Film aber gerade wegen der Beschaulichkeit und kurzen Laufzeit, denn es war Helenas allererster Kinofilm! Da muss man ja nicht gleich mit der ganz großen Action anfangen. Und für diesen Einstieg in die Welt des Kinos war der Film perfekt: Kindgerecht, unterhaltsam, kurz und kein bisschen gruselig. Inhaltlich war es jetzt nicht so der Brüller, aber zur Unterhaltung von Fünfjährigen ist das auch nicht nötig. 🙂

Star Trek: Beyond

Gesehen: 27. August 2016, auf Deutsch, Kino: Kinopolis Bad Godesberg, IMDB-Infos

Die Enterprise folgt einem Notruf zu einem Planeten innerhalb eines schwer zugänglichen Nebels. Dort wird sie jedoch von einem Schwarm von Schiffen angegriffen. Deren Anführer Krall ist auf der Suche nach einem Artefakt und ist bereit, dafür auch die Enterprise zu zerstören…

Der dritte und vermutlich letzte Teil der neuen „Star Trek“-Filme von JJ Abrams. Zu den beiden Vorgängern hatte ich ja relativ kritische Worte gefunden (siehe „Into Darkness“). Bei „Beyond“ hatte ich deswegen einfach gar nichts erwartet. Was soll ich sagen, von den drei Filmen ist dieser noch der beste, aber er krankt an den gleichen grundsätzlichen Problemen wie die anderen beiden. Durch die bunte und actionlastige Geschichte voll guter Effekte und Schauspieler fällt das nur langsamer auf. Mehr Sinn macht die Geschichte hier deswegen aber trotzdem nicht, und mit „Star Trek“ hat es auch nicht wirklich etwas zu tun.

Findet Dorie

Gesehen: 09. Oktober 2016, auf Deutsch, Kino: Woki Bonn, IMDB-Infos

Finding DoryMarlin hat seinen Sohn Nemo nach Hause ins Riff geholt, und ihre neue Freundin Dorie ist bei ihnen geblieben. Doch eines Tages erinnet sich der Doktorfisch mit den Gedächtnisproblemen an Bruchstücke aus ihrer Kindheit. Dorie hatte eine Familie, und sie ist entschlossen ihre Eltern wiederzufinden…

Nachdem „Findet Nemo“ schon so viele Jahr her ist, war „Findet Dorie“ natürlich Pflichtprogramm. Pixar geht immer. Nach „Mullewapp“ konnten wir diesen Film vor allem nun auch zu dritt schauen. Die Geschichte ist lustig und anrührend zugleich und Anke Engelke ist wie schon letztes Mal ganz toll als Stimme von Dorie. Als neuer Charakter ist der grummelige Krake Hank zu erwähnen, und zu lachen gobt es auch viel, etwa wenn die Tiere ein Auto kapern und über den Highway steuern. Mir hat der Film gefallen!

Ein Wort zum Titel: Ich habe schon mehrmals Moderatoren sich über den unpassenden Titel mokieren gehört, da ja Dorie gar nicht gefunden werden muss. Hier ist meiner Meinung nach einfach der deutsche Titel Quatsch, da er sich extern auf Dorie bezieht. „Finding Dory“ ist im Englischen dagegen neutraler formuliert und passt ganz wunderbar dazu, dass Dorie sich im Verlauf des Filmes selbst findet!

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

Gesehen: 19. November 2016, auf Deutsch, 3D, Kino: Woki Bonn, IMDB-Infos

1926: Der Magieforscher Newt Scamander trifft in New York ein. Er liebt magische Tiere und will in Amerika einen geretteten Donnervogel freilassen. Doch die Stimmung in New York ist gedrückt und es herrschen große Spannungen zwischen Zauberern und Nicht-Magiern. Dass Scamander einige seiner Tierwesen entwischen und er zudem seinen Koffer verliert hilft da nicht gerade. Nun braucht Scamander die Hilfe neuer Freunde…

2016 haben wir uns scheinbar abgewechselt: Nach jedem Kinderfilm auch noch einen für Erwachsene. Die phantastischen Tierwesen waren unser gemeinsamer freier Abend, und der Film war überraschend gut! Ich bin ja nicht direkt Potter-Fan, habe die Bücher nie gelesen und die Filme zum Teil schon wieder vergessen. Wie genau das zum Potter-Universum passen würde, war mir also nicht ganz klar. Die Geschichte war dann jedoch überraschend vielschichtig und die gezeigte Welt strotzt nur so vor phantastischen Details und tollen Einfällen. Eddie Redmayne gibt als Newt Scamander eine gute Hauptfigur ab, auch wenn er mit seinem Innen-größer-als-außen-Koffer doch stark an den Doctor erinnert. Aber das ist ja nicht schlecht. Macht auf jeden Fall Lust auf Teil 2!

Star Wars: Rogue One

Gesehen: 22. Dezember 2016, auf Englisch, Kino: Kinopolis Bad Godesberg, IMDB-Infos

Der Wissenschaftler Galen Erso wird vom Imperium gezwungen, eine neue Superwaffe zu bauen: den Todesstern. Seine Tochter Jyn wird über Umwege Teil einer Rebellenmission, um Erso zu retten und die Pläne der Superwaffe für die Rebellion zu beschaffen. Oder ist das Ziel der Rebellen doch eher, Galen Erso zu töten?

Ich musste jetzt tatsächlich nachlesen, was in „Rogue One“ eigentlich passiert ist. Der tiefgründigste Film aller Zeiten ist es also eher nicht. Aber im Vergleich mit dem absoluten Desaster von „Episode VII“ war „Rogue One“ tatsächlich spannend, gut gespielt und vor allem gut geschrieben. Man nimmt hier einen der lächerlichsten Plot Points von „Episode IV“ und spinnt darum retroaktiv eine komplexe Hintergrundgeschichte, welche „Episode IV“ tatsächlich besser macht. Das fand ich schon beeindruckend. Aus technischer Sicht ist die Wiederauferstehung von Peter Cushing als Grand Moff Tarkin spannend. Der 1994 verstorbene Schauspieler leiht hier tatsächlich erneut Tarkin sein Gesicht, Stimme und der Rest des Körpers stammen von Guy Henry. Spannend, aber auch etwas creepy. Auch sonst hatte die Crew großen Spaß daran, den Film so nahtlos wie möglich an „Episode IV“ anschließen zu lassen.

Vaiana

Gesehen: 23. Dezember 2016, auf Deutsch, Kino: Stern Kino Bonn, IMDB-Infos

VaianaVaiana ist die Tochter des Stammeshäuptlings auf der polynesischen Insel Motunui. Ihre Vorfahren sind einst aufs offene Meer hinausgefahren, doch die Fischer des Stammes verlassen das schützende Riff schon lange nicht mehr. Als jedoch die Fischbestände zur Neige gehen, wagt sich die Draufgängerin Vaiana aufs Meer hinaus, zu dem sie eine ganz besondere Beziehung hat. Dabei trifft sie auf den Halbgott Maui, welcher der Legende nach einst der Göttin Te Fiti ihr Herz stahl…

Kinobesuche erfordern dieser Tage viel Vorausplanung und einen Babysitter. Also war es absolut erfrischend, wie in guten alten Zeiten einfach mal spontan ins Kino zu gehen, nur eben zu dritt. Wir liefen einen Tag vor Weihnachten durch die Stadt, hatten alles besorgt was wir wollten und dachten uns, wieso eigentlich nicht? „Vaiana“ ist ein toller Film, an dem wir alle viel Spaß hatten. Als Charakter ist die „Nicht-Prinzessin“ auf einer Augenhöhe mit modernen Gestalten wie Merida, es gab viel zu lachen und eine schöne Message. Und mit „Voll Gerne“ auch noch einen eingängigen Song, der bei uns heute noch gesummt wird. Nebenbei: Was hat Disney geritten, den Film und Hauptcharakter auf Deutsch von „Moana“ zu „Vaiana“ umzubenennen? Wie soll das denn ein globaler Hit werden, wenn die Namen von Land zu Land verschieden sind???

So, und das war das Jahr 2016. „Mullewapp“ hätte nur für mich nicht sein müssen, aber die anderen Filme wollte ich tatsächlich sehen. Verpasst habe ich sicher auch wieder viel, aber mit Helena ins Kino gehen zu können heißt ja zumindest, dass ich in Zukunft nicht mehr alle Animationsfilme verpasse. Da brechen ganz neue Zeiten an. 🙂

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So, noch mal kurz drüber schauen und dann nichts wie ab damit. Vielen Dank fürs Kommentieren! :-)