Kinobesuche 2025

Neues Jahr, neues Glück. 🙂

Mickey 17

Gesehen: 10. März 2025, auf Deutsch, Kino: Kinopolis Bad Godesberg, IMDB-Infos

Mickey ist ein Loser, der den falschen Leuten Geld schuldet. Da das Leben auf der Erde eh langsam ungemütlich wird, ergreift er die Chance und heuert auf einem Kolonie-Raumschiff an. Da er aber nicht mit vielen Begabungen glänzen kann, muss er sich für das „Expendable“-Programm verpflichten, damit sein Fluchtplan funktioniert. An Bord des Schiffes erfährt Mickey auf schmerzhafte Weise, was das bedeutet: Mittels neuartiger und auf der Erde verbotener Technologie wird ein kompletter Scan von ihm erzeugt. Ab nun ist Mickey entbehrlich. Wenn Mickey 1 bei einem gefährlichen Einsatz stirbt, wird Mickey 2 ausgedruckt und macht mehr oder weniger nahtlos weiter. Es ist die 17. Inkarnation von Mickey, die auf dem Planeten Niflheim in ernste Probleme gerät…

„Mickey 17″ habe ich gesehen, ohne viel darüber zu wissen. Von Regisseur Bong Joon-ho habe ich nur vor Jahren „Snowpiercer“ gesehen, der bei mir keinen großen Eindruck hinterlassen hat. Aus dem Kino kam ich jedoch bestens unterhalten. „Mickey 17″ ist ein Film, in dem ganz viel drinsteckt und der es schafft, die vielen Facetten zu einem spannenden Ganzen zu bündeln. Es wird eine ernst gemeinte Science-Fiction-Geschichte geboten, genau wie eine gute Portion Gesellschaftskritik und moralische Fragen (Sollte man Menschen einfach auf Knopfdruck neu ausdrucken können?). Aber es gibt auch viel zu lachen, denn Mickey ist nicht der Hellste und kommentiert seine eigene Geschichte lakonisch aus dem Off. Und spannend ist es auch noch. Diese vielen Facetten hätten schnell aus dem Ruder laufen können, aber Bong Joon-ho schafft es irgendwie, dass das Ergebnis immer noch ein kohärenter Film ist.

Robert Pattinson spielt dabei seine Rolle als Mickey sehr gut und verleiht den verschiedenen Mickey-Versionen auf unterschiedliche Weise Leben. Daneben glänzt Mark Ruffalo als Expeditionsleiter Kenneth Marshall. Diese Rolle ist so 100% over the top, dass es einfach Spaß macht. Allerdings habe ich mich tatsächlich gefragt, ob Amerikaner diese komplett überzeichnete Satire eines religiös verblendeten, egomanischen Politikers überhaupt als solche erkennen können, oder ob das für sie wie ein normaler Politiker wirkt. So oder so: Ein guter Film. Vielleicht kein Meisterwerk des Films, das man über die Jahre immer wieder schaut, aber auf jeden Fall gut für einen unterhaltsamen Abend.

Das Kanu des Manitu

Gesehen: 14. September 2025, auf Deutsch, Kino: Woki Bonn, IMDB-Infos

Abahatschi und Ranger werden für Überfälle verhaftet, die sie gar nicht begangen haben. Sie sollen gehängt werden. Ausgerechnet die Bande, die wirklich hinter den Überfällen steckt, beschließt Abahatschi zu befreien, denn sie brauchen einen echten Apachen für ihren neuen Auftrag: Das Kanu des Manitu zu finden!

Mit einer Inhaltsangabe tue ich mich schwer, denn das ist wirklich kein story-getriebener Film. Man kann in ungefähr das Witz-Niveau des Vorgängers von 2001 erwarten. Aber genau wie die Schauspieler sind eben auch die Witze nun 24 Jahre älter (und man selber als Zuschauer ja auch). Ich gebe zu, als Christian Tramitz das erste Mal ins Bild kam, hab ich mich erschrocken. Abahatschi und Dimitri sieht man die vergangene Zeit dagegen nicht so an. Der Film gibt sich auch Mühe, ein paar Dinge besser zu machen als 2001. Ein bisschen ärgerlich fand ich das titelgebende Kanu. Das ist als Gimmick komplett egal und feature-los, schlimmer als die Bundeslade.

Unterm Strich: Gute Unterhaltung für einen launigen Filmabend auf der Couch. Letztlich fehlt hier aber der Reiz des Neuen. Wenn man nur einmal im Jahr ins Kino geht, sollte es vielleicht nicht gerade dieser Film sein.

Wicked: For Good

Gesehen: 14. Dezember 2025, auf Deutsch, Kino: Kinopolis Bad Godesberg, IMDB-Infos

Ein Jahr nach den Ereignissen aus Teil 1: Glinda wird von der Propaganda des Zauberers als „Glinda, die Gute“ verherrlicht, während Elphaba als Böse Hexe des Westens gejagt wird. Die Tiere von Oz werden als Arbeitssklaven zum Bau der gelben Ziegelsteinstraße missbraucht. Glinda und Fiyero sind verlobt, und als Hauptmann der Wache fällt Fiyero die Aufgabe zu, Elphaba gefangen zu nehmen. Diese kämpft einen einsamen Kampf, und auch von ihrer Schwester Nessa erhält sie keine Unterstützung. Diese ist mittlerweile Gouverneurin des Munchkinlandes. Elphaba will das Richtige tun, scheint aber keine Chance gegen ihre Feinde zu haben…

Wicked 2 ist eine gelungene Fortsetzung, aber im direkten Vergleich wirkt der Film etwas blasser. Der Film ist mit 138 Minuten immer noch lang, aber nicht so lang wie Teil 1 mit 160 Minuten. Vielleicht wirkt die Geschichte auch deswegen etwas hektischer. „Wicked“ hatte sich 2024 noch extrem viel Zeit gelassen, uns die Welt und die Charaktere vorzustellen. Das fällt in Teil 2 nun weg, statt dessen hat „Wicked: For Good“ das Problem jedes Prequels: Am Ende muss alles da sein, wo es für den Originalfilm hingehört. Denn ja, „Wicked“ versteht sich als Prequel zum klassischen „Zauberer von Oz“ von 1939. Man hat den Anschluss an diesen alten Film mit viel Liebe zum Detail umgesetzt, und die alternative Perspektive auf die bekannte Geschichte ist charmant. Aber ein bisschen „Malen nach Zahlen“ ist es gegen Ende eben doch, damit alle Puzzleteile am richtigen Platz sind.

Cynthia Erivo und Ariana Grande tragen den Film übrigens problemlos. Im Gedächtnis geblieben ist mir aber eher die Geschichte als die Musik, obwohl es natürlich ein Musical-Film ist und man entsprechend mit Gesang rechnen muss. Im Kino konnte man sich übrigens entscheiden, ob man die Version mit deutschen oder englischen Liedern schaut. Wir haben die deutsche Synchro mit den englischen Liedern genommen. Davon abgesehen ist es einfach eine phantasievolle Geschichte in einer zauberhaften Welt. Teil 1 wurde nicht umsonst mit Oscars für Kostüme und Szenenbild ausgezeichnet, mit Nominierungen für Make-up und Effekte.

Fazit: Wer Teil 1 gesehen hat, kommt hier nicht drum herum, und beide Filme sollte man eigentlich als eine Einheit betrachten und am besten zusammen schauen.

Und das war es für 2025. Während ich 2024 noch fünf Filme gesehen habe (und auch noch fünf gute), hat es dieses Jahr wieder nur für drei gereicht. „Zoomania 2″ haben wir vor lauter Krankheit im November/Dezember nicht mehr geschafft, und „Jurassic World“ ist am Sommerurlaub gescheitert. Gefühlt gab es ansonsten 2025 gar nicht so viel spannendes, was man hätte schauen müssen. Und damit auf nach 2026…

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So, noch mal kurz drüber schauen und dann nichts wie ab damit. Vielen Dank fürs Kommentieren! :-)