Death of a Martian

Schreibübung für die Creative Writing Group, Juli 2008, Anmerkungen am Ende der Seite

The wind blew over the rocks, over the sand and the small, crouching bushes which were desperately clinging to the ground. There was always wind, it seemed, nowadays. Terraforming. It will pass after the first few decades, they say.

The body lay in a small valley. A river bed, eons ago. She was clad in her native red, a red that was now rapidly retreating, being replaced by more yellowish tones.

They got her in the end. After all this years they got her, but she didn’t mind. Because what was there left to fight for? The wind blew over her fragile looking body, but she didn’t mind. She was gone.

Anmerkungen

16. Jul 2008 | Wörter: 111

An diesem Abend hatte jemand Bilder aus Flickr rausgesucht und ausgedruckt. Jeder von uns hat sich ein Bild gezogen und sollte dazu eine Geschichte schreiben. Da wir kurz vorher über Drabbles gesprochen hatten, beschlossen wir als zweites Element der Schreibübung, die Geschichten als Drabbles zu schreiben. Wer den Begriff nicht kennt: Ein Drabble ist eine Geschichte, die genau 100 Wörter lang ist.

Ich habe dabei ein Wüstenbild gezogen, Büsche und Sand, im Hintergrund der weite Himmel und eine von Wolken verdeckte Sonne. Ich habe wohl keine Chance, genau dieses Bild wiederzufinden, aber es ähnelt diesem Bild hier zum Beispiel sehr. Auf den ersten Blick hatte ich da ein Problem: Meine Geschichten drehen sich eigentlich immer um Charaktere, manchmal auch um eine zentrale Idee, meistens um beides. Die Wüste bot dafür keinen Anhaltspunkt, da war weit und breit nichts von Charakteren zu sehen. Also habe ich am Ende eine weitere Anregung dazu genommen: Ich liebe das Album "Stadium Arcadium" von den Red Hot Chili Peppers, und dachte schon länger, dass man zu Songs wie "Dani California" oder "Death of a Martian" eine Geschichte schreiben könnte. In diesem Fall hat mich die Wüste an den Mars erinnert, also ist das hier meine Version von "Death of a Martian".

Let's bow our head
And let the trumpets blow
Our girl is gone
God bless her little soul

Zugegeben, ich habe den Text dieses Lieds nie gelesen, sondern nur hier und da einen Brocken aufgeschnappt beim Hören. Wenn ich das so lese, klingt der Text ziemlich bizarr. Aber gerade die zitierten Zeilen ragen für mich aus dem Lied heraus, und zusammen mit dem Bild der einsamen Wüste entstand daraus obige Geschichte.

Das Drabble-Format liegt mir im übrigen gar nicht. Wenn ich eine Inspiration habe, beschränke ich mich nur sehr ungern künstlich. Mein erster Versuch war um die 135 Wörter lang, und ich habe so viel ich konnte gekürzt. Irgendwann fand ich dann aber jeden Satz wichtig und konnte mich von keinem weiteren Wort trennen. Es ist also nicht direkt ein Drabble geworden, aber ich finde 111 Wörter sind nahe genug dran. ;-)

Copyright-Hinweis

Diese Geschichte ist mein geistiges Eigentum. Ihr dürft sie gerne speichern, ausdrucken und weitergeben, solange immer mein Name und die Adresse dieser Webseite dabeistehen. Bitte veröffentlicht die Story jedoch nicht auf anderen Internet-Seiten oder in gedruckter Form ohne mein Einverständnis. Und es leuchtet sicher ein, dass ich keinen Spaß verstehe, wenn ihr die Geschichte als eure eigene ausgebt.

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So, noch mal kurz drüber schauen und dann nichts wie ab damit. Vielen Dank fürs Kommentieren! :-)